Beispiele für Begleitmaßnahmen für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit

Organisationsanalysen von lokalen Nicht-Regierungsorganisationen

Organisationsanalysen lokaler NRO dienen meist der Identifikation geeigneter Projektpartner für Vorhaben.  Im rahmen meiner langjährigen Praxiserfahrung in den frankophonen Ländern Afrikas wurden über 25 Organisationsanalysen in unterschiedlichen regionalen, institutionellen und projektbezogenen Kontexten durchgeführt.


Im Rahmen der Analysen werden Strukturen, Steuerungsmechanismen, interne Prozesse und Entscheidungswege gemeinsam mit den lokalen Verantwortlichen systematisch erfasst. 


Die Durchführung erfolgt partizipativ und umfasst Dokumentenanalysen, leitfadengestützte Interviews sowie einen moderierten Workshop. 


Betrachtet werden insbesondere Governance-Strukturen, Rollen- und Verantwortungsprofile, Kommunikationsflüsse sowie Monitoring- und Finanzsysteme. 


Stärken, Entwicklungsbedarfe und institutionelle Risiken werden transparent herausgearbeitet und in praxisorientierte Empfehlungen überführt. 




Beratung zum Thema: Umgang mit Stress in Projektteams

Projektarbeit – insbesondere in komplexen oder internationalen Kontexten – ist häufig mit hohem Arbeitsdruck, Rollenunklarheiten und strukturellen Spannungen verbunden.

Zur systematischen Erfassung von Belastungsfaktoren werden von mir anonyme Online-Befragungen des gesamten Teams auf Grundlage spezifisch entwickelter Fragebögen durchgeführt.

Ein vorbereitender Online-Workshop sensibilisiert über Stressfaktoren, Belastungsdynamiken sowie individuelle und organisationale Bewältigungsstrategien und eröffnet einen ersten strukturierten Austausch im Team.

Die anonym erhobenen Ergebnisse werden anschließend systematisch ausgewertet, dem Team vorgestellt und gemeinsam reflektiert. 

Auf dieser Grundlage werden prioritäre Handlungsfelder identifiziert und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Belastungen sowie zur Verbesserung von Arbeitsstrukturen und Kommunikation entwickelt.

Erarbeitung von iPCA-Konfliktanalysen

Im Rahmen von iPCA (integrated Peace and Conflict Analysis) erstelle ich konfliktsensible Kontext-, Risiko- und Akteursanalysen für Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit in fragilen und konfliktbetroffenen Kontexten Afrikas. 


Ziel ist die systematische Erfassung struktureller Konfliktursachen, Macht- und Ressourcenverteilungen, Governance-Dynamiken sowie potenzieller Eskalations- und Polarisierungsprozesse.

Die Analysen orientieren sich an den Prinzipien des „Do No Harm“-Ansatzes sowie an friedens- und konfliktsensiblen Programmstandards. Sie leisten einen Beitrag zu Peacebuilding, Resilienzstärkung und sozialer Kohäsion und unterstützen die konfliktsensible Ausgestaltung von Vorhaben im Sinne der BMZ-Leitlinien.

Im Kontext des Triple Nexus (Humanitäre Hilfe – Entwicklungszusammenarbeit – Friedensförderung) dienen die iPCA-Analysen als belastbare Grundlage für integrierte Strategien, Risikomanagement und adaptive Steuerung.

Durch partizipative Erhebungsmethoden und die Einbindung lokaler Perspektiven wird die Kontextvalidität erhöht, Ownership gestärkt und die Anschlussfähigkeit an bestehende Governance- und Friedensstrukturen gesichert.


Do-No-Harm Analysen und -Ausbildung

Der Do-No-Harm-Ansatz ist ein zentrales Prinzip konfliktsensibler Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist es, unbeabsichtigte negative Wirkungen von Projekten zu vermeiden und bestehende Spannungsfelder nicht zu verstärken. 

Gleichzeitig werden lokale Friedenspotenziale und verbindende Faktoren systematisch gestärkt. 

Do-No-Harm-Analysen werden in enger Zusammenarbeit mit Projektpartnern und Zielgruppen durchgeführt. Dabei werden Konfliktlinien, Trennfaktoren („Dividers“) und verbindende Elemente („Connectors“) sowie potenzielle Wechselwirkungen zwischen Projektaktivitäten und dem jeweiligen Kontext strukturiert identifiziert und ausgewertet. 

In den Jahren 2024 und 2025 wurden Verantwortliche aus Partnerorganisationen in der Anwendung des Do-No-Harm-Ansatzes als "Do-No-Harm Verantwortliche" qualifiziert. Ziel ist die institutionelle Verankerung konfliktsensibler Planung in lokalen Organisationen.